Kartoffeln als Kühlkonserve
Kartoffeln haltbar machen? Das geht super als Kühlkonserve, ohne dass sie dadurch an Konsistenz, Struktur und Farbe einbüßen. Gart man sie in Brühe, hat man gleich einen tollen Geschmack. Auf diese Weise haltbar gemacht, kann man sie sofort als leckere Beilage, für knusprige Bratkartoffeln und viele andere schnelle Gerichte verwenden.
Wie Ihr das macht, erkläre ich Euch hier.
Kartoffeln haltbar machen
Als Kühlkonserve haltbar gemachte Kartoffeln haben einen großen Vorteil: Sie sparen viel Zeit bei der Vorbereitung eines Essens, sind sofort einsatzbereit und richtig lecker.
So geht’s:
Zubereitung
Kartoffeln schälen und in mundgerechte Stücke schneiden.
Kartoffelstücke ins Glas füllen und mit heißer Brühe übergießen, bis sie von der Flüssigkeit komplett bedeckt sind.
Glas verschließen, in den Dampfgarer stellen und bei 100 °C mit 100 % Luftfeuchtigkeit für ca. 25 Minuten einkochen. Alternativ kann man das auch mit Dampf im Topf machen oder einen Einkochautomaten verwenden.
Das Glas herausnehmen, abkühlen lassen und spätestens nach 6 Stunden in den Kühlschrank stellen. Je früher, desto besser.
Regulär hält eine Kühlkonserve 4-6 Wochen. Ich habe ein Glas Kartoffeln nach 3 Monaten aufgemacht und sie waren immer noch gut. Wenn die Kühlkonserve schlecht ist, kann man es sehen, riechen oder schmecken.
Vergleich: Ich habe getestet, wie es sich verhält, wenn man Kühlkonserven-Kartoffeln mit viel und mit wenig Flüssigkeit zubereitet. Die Kartoffeln mit viel Flüssigkeit (wie oben beschrieben) sahen im Gegensatz zu denen mit wenig Flüssigkeit viel besser aus. Sie hatten eine schöne gelbe Farbe und gute Konsistenz, während die mit wenig Flüssigkeit fahl und bleich aussahen und eine komische Konsistenz hatten.
Welche Gläser sind für Kühlkonserven-Kartoffeln geeignet?
Ihr könnt jedes Einmachglas, das ein Vakuum hält, verwenden. Ideal sind Twist-Off-Gläser und WECK-Gläser mit weiter Öffnung zum leichten Befüllen. Für 2 Portionen Kartoffeln als Beilage empfehle ich das S-Glas 500 ml mit Schraubdeckel, für 1 Portion reicht z. B. ein Sturzglas mit 250 ml Volumen, in das ca. 150-180 g Kartoffeln mit Flüssigkeit passen.
Verwendung
Zur Verwendung gießt Ihr das Wasser ab und könnt die Kartoffeln z. B. mit Speck anbraten. Sehr lecker!
Eine weitere Idee ist, sie im Airfryer zu braten. Durch die Brühe, die Ihr natürlich nach Geschmack variieren könnt, sind sie ja schon gewürzt. Damit sie schön knusprig werden, müssen sie möglichst trocken sein. Dafür legt Ihr die abgegossenen Kartoffelstücke auf ein Haushaltspapier, tupft sie ein wenig ab und lasst sie etwas liegen, damit sie noch trockener werden. Dann beträufelt Ihr sie mit Öl und wälzt sie leicht in Kartoffelmehl. Nun kommen sie bei 180 °C in den Airfryer. Nach 12 Minuten wenden und so lange drin lassen, bis sie eine goldgelbe oder braune Farbe haben und kross sind. Nach Wunsch würzen und genießen.
Noch ein tolles Rezept findet Ihr hier: Schwäbischer Kartoffelsalat als Kühlkonserve
Weitere Informationen zu Steffis selbst entwickelter Konservierungsmethode bekommt Ihr hier: Die Kühlkonserve
Fragen und Antworten
Zuschauer: Kannst Du Temperatur und Zeit zum Einkochen im Backofen nennen?
Steffi: Es wird die Einkochzeit genommen, die auch für das normale Einkochen im Backofen verwendet wird, nämlich 175 °C mit Wasser entweder in der Fettpfanne oder in einer Schüssel. Es muss unbedingt feuchte Hitze entstehen, weil ansonsten die Dichtungen der Gläser kaputtgehen.
Geht das Lagern auch ohne Kühlschrank? Wenn ja, wie muss ich dabei vorgehen?
Nein, es geht nicht ohne Kühlschrank. Wenn Du das machen möchtest, musst Du die Kartoffeln richtig einkochen für 2 Stunden bei 100 °C.
Ich habe neulich damit begonnen, Reste vom aktuellen Essen als Kühlkonserven zu ‘verpacken’, um somit etwas länger darauf zurückgreifen zu können. Manchmal plane ich gleich die Kühlkonserve mit, manchmal ist es halt auch gerade nur die eine Portion, die übrig bleibt, und dann als Kühlkonserve im Dampfbackofen landet. So werfen wir tatsächlich auch weniger weg, da es für die ganze Familie appetitlicher ist, ein ‘frisches’ Glas aufzumachen, anstatt Reste zu essen.
Es freut mich unglaublich, das zu hören, denn dafür ist es da!
Ich habe mal mit Kühlkonserven etwas experimentiert. Ein hohes, schlankes 720 ml-Glas genommen, zuerst unten Geflügelragout eingefüllt, darauf rohe, ungeschälte, geviertelte Kartoffeln (festkochend) und am Schluss rohe Brokkoliröschen. Dann im Schnellkochtopf auf Ring 1 15 Minuten eingekocht. Hat prima funktioniert. Die Kartoffeln waren gut, obwohl sie nicht mit Flüssigkeit bedeckt waren. Von solchen Gläsern passen 3 gut in meinen Topf, und ich habe damit eine vollständige Mahlzeit in einem einzigen Glas (zwecks Kühlschrankplatz).
Ich bin auch gerade dabei, mit einem Essen im ganzen Glas zu experimentieren. Bei uns sind 500 ml immer das, was eine Mahlzeit ausmacht. Ich tue zum Beispiel das rote Curry mit Fleisch und Gemüse nach unten und den Reis nach oben. Das funktioniert super und darüber möchte ich auch gern noch ein Video bringen.
Mich haben die vielen negativen Beispiele immer davon abgehalten, Kartoffeln normal einzukochen. Aber diese Kühlkonserve macht mir Mut, es doch mal zu versuchen. Die Kartoffeln aus dem Glas haben zusätzlich den Charme, dass sich die Stärke darin in resistente Stärke umwandelt und sie viel besser für Diabetiker geeignet sind. Resistente Stärke ist ein Ballaststoff, der den BZ nicht so sehr ansteigen lässt, prima Futter für die Darmflora ist und auch noch beim Abnehmen hilft.
Das freut mich! Und die Ausbildung der Stärke bei dieser Technik ist tatsächlich ein großer Vorteil.
Ich habe vor kurzem ein Video gesehen, wie man aus frischen Kartoffeln im Airfryer knusprige Pommes macht. Dafür wurden die Kartoffeln vorgekocht und ich habe mir überlegt, wie man die vorgekochten Kartoffelstäbchen auf Vorrat herstellen kann. Und schon kommt ein Video von Steffi dazu. Ich werde es auf jeden Fall mit Kartoffelstäbchen als Kühlkonserve ausprobieren. Danke für die tolle Idee.
Auf die Kartoffelstäbchen bereite ich mich auch gerade schon vor. Das könnte echt super werden!
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