Wie man alte Konservengläser wiederverwenden kann

Schon zu Großmutters Zeiten wurden Lebensmittel im Glas haltbar gemacht. Die nostalgisch anmutenden Weckgläser erfreuen sich heute wieder großer Beliebtheit. Das liegt aber nicht nur an der zeitlosen Optik, die jeden Vorratsschrank zum Hingucker macht.

Glas ist ein nachhaltiger und dankbarer Rohstoff, denn er kann zu 100 % recycelt werden. Trotzdem galten Kunststoffbehälter und Umverpackungen aus Verbundmaterial („Tetrapacks“) lange als Non-Plus-Ultra im Bereich der Lebensmittelverpackungen. Zugegeben, sie sind bruchsicher und einfach zu transportieren. Allerdings fällt mit ihnen auch viel Müll an. Wer den vermeiden will, sollte (wieder) auf Glas setzen.

Alte Gläser wiederverwenden

Wer selbst Marmelade kochen oder Gemüse einlegen möchte, braucht erst einmal Gläser. Die muss man nicht unbedingt neu kaufen. Im Laufe der Zeit sammeln sich in fast jedem Haushalt einige Einmachgläser an, die normalerweise in der Altglastonne landen. Glas ist hygienisch, leicht zu reinigen und nimmt keine Gerüche an. Deshalb kann man die Glasbehälter von Gurken, Senf, Brotaufstrich und eingelegten Oliven wunderbar wiederverwenden und zweckentfremden. Dafür müssen die Gläser nach Gebrauch nur gründlich gespült und bis zu ihrem Einsatz unverschlossen im Schrank oder in der Vorratskammer aufbewahrt werden.

Gerade große Gläser, in denen man Rotkohl oder Sauerkraut kaufen kann, eignen sich auch als Vorratsgläser für Zucker, Mehl und Reis. Damit spart man nicht nur Geld für teure Vorratsbehälter aus Plastik, die Mischung aus verschiedenen Gläsern sorgt auch noch für eine charmante Retro-Optik in der Küche.

Wenn sich Etiketten oder Banderolen mit Spülmittel und Schwämmchen nicht entfernen lassen wollen, hilft oft ein bisschen Öl. Das verteilt man einfach auf den Kleberesten und lässt es einwirken. Wenn alles nichts hilft, kann man mit einem schönen Schmucketikett oder Washi-Tape die unschönen Stellen kaschieren. Der Aufwand lohnt sich in jedem Fall, denn Einmachgläser können im normalen Hausgebrauch theoretisch ewig wiederverwendet werden.

Deckel austauschen

Damit der süße Brotaufstrich am Ende nicht nach Senf schmeckt, sollte man alte Deckel durch neue ersetzen. Außerdem werden die Dichtungen von Schraubverschlüssen und Twist-Off-Deckeln mit der Zeit porös oder nutzen sich ab. Alle Infos wann man Deckel austauschen muss und wie man die richtige Größe ermittelt, gibt es in unserem Beitrag Ersatzdeckel für Einmachgläser.

Mit Ersatzverschluss ist das alte Glas so gut wie neu. Die gebrauchten Deckel kommen einfach in die gelbe Tonne. So werden sie recycelt und es fällt deutlich weniger Müll an.

Noch mehr Ideen, wie man Verpackungsmüll einsparen kann, gibt es in unserem Beitrag Geschenke verpacken ohne Plastik und Einfrieren im Glas.

Übrigens: Glas ist gar nicht so zerbrechlich wie sein Ruf. Einmachgläser sind im Vergleich zu Trinkgläsern relativ dickwandig und robust.