Das Prinzip des Twist-Off-Verschlusses

Im Gegensatz zu Schraubverschlüssen besitzen die modernen Twist-Off-Deckel kein durchgängiges Gewinde, sondern kleine Vorsprünge, die sogenannten Nocken, die sich an den Gewindestücken an der TO-Mündung des Glases festziehen. Dazu ist meist keine ganze Drehung, sondern beispielsweise nur eine Vierteldrehung nötig.

Twist-Off-Deckel in der maschinellen Abfüllung

Bei der maschinellen Abfüllung werden Druck, Drehmoment und Temperatur jeweils auf einem optimalen Niveau gehalten, damit der Deckel absolut dicht schließt. Die Erwärmung der Deckel sorgt dafür, dass die Dichtung auf der Deckelinnenseite elastischer wird. Im Zusammenspiel mit dem richtigen Druck in Richtung Glas bewirkt dies den luftdichten Verschluss. Ein zu großes Drehmoment beschädigt dagegen die Nocken und schränkt dadurch die Funktion des Deckels ein.

Anbringung von Twist-Off-Deckeln per Hand

Die Verschlüsse können auch per Hand angebracht werden, allerdings lassen sich die Bedingungen dabei naturgemäß nicht so genau kontrollieren wie beim Einsatz von Maschinen. Es hilft jedoch, sich das Funktionsprinzip des industriellen Verfahrens vor Augen zu führen. Dann wird klar: Statt die Drehbewegung mit übermäßiger Kraft auszuführen, sollte man den Deckel auf das Glas drücken und nur so weit drehen, bis ein Widerstand spürbar wird. Auch ist es ratsam, die Deckel vor dem Anbringen anzuwärmen.

Ölbeständigkeit

Beim Thema Ölbeständigkeit von Twist-Off-Deckeln geht es nicht um die Dichtigkeit des Verschlusses, sondern um die sogenannte Migration von Stoffen aus dem Deckel in das Füllgut. Öle sind hier besonders anfällig, sich mit Stoffen aus der Verpackung anzureichern. Daher gibt es strenge Grenzwerte: Twist-Off-Deckel sind jeweils ab einer bestimmten Mindestfüllmenge ölbeständig. Weitere Informationen dazu finden Sie in unserem Beitrag Ölbeständige Twist-Off-Deckel.

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