Wie macht man eine Gelierprobe?

Die meisten Geliermittel benötigen Hitze, um Flüssigkeit an sich zu binden. Ob beim Einkochen ausreichend Pektin oder Gelierzucker benutzt wurde, kann man im warmen Zustand allerdings schlecht feststellen. Da Marmelade und Gelee üblicherweise heiß in Gläser gefüllt und verschlossen wird, kann man nur erahnen, ob man einen süßen Aufstrich oder ein dünnes Topping für Eis und Joghurt gezaubert hat.

Deshalb sollte vor dem Abfüllen von Konfitüre immer eine Gelierprobe gemacht werden. Dafür stellt man am besten einen kleinen Teller oder eine Untertasse bereits vor dem Einkochen in den Kühlschrank und kocht dann die Marmelade nach Rezept. Um festzustellen, ob die gewünschte Konsistenz erreicht ist, nimmt man den kalten Teller und gibt etwas warmen Aufstrich auf den Rand. Die Marmelade kühlt dadurch schnell ab und man kann deren Festigkeit beurteilen.

Ist das Eingemachte noch zu flüssig, gibt man Gelierzucker hinzu. Ist sie hingegen zu fest, kann man den Aufstrich mit Fruchtsaft verdünnen.

Tipp: Frucht ist nicht gleich Frucht, Wasser- und Zuckergehalt können je nach Saison und Sorte variieren. Für eine optimale Konsistenz sollte man also auch dann eine Gelierprobe machen, wenn man ein Rezept zum wiederholten Mal kocht.