Einkochen

Beim Einkochen geht es darum, Lebensmittel ohne Kühlschrank oder künstliche Zusatzstoffe haltbar zu machen. Die traditionelle Konservierungsmethode aus dem letzten Jahrhundert ist heute wieder groß in Mode: Selbstgemachtes wird in vielen Küchen heiß abgefüllt, eingemacht und eingeweckt. Aber wo ist eigentlich der Unterschied?

  • Einmachen: Wenn es ans Eingemachte geht, dann ist meist alles gemeint, was irgendwie haltbar gemacht wurde. Darunter fällt beispielsweise auch das Einlegen oder Fermentieren. Einmachen kann also als Oberbegriff beim Konservieren im Glas gewertet werden.

  • Heißabfüllung: Jeder kennt es, denn es ist kinderleicht Marmelade oder Gelee herzustellen. Früchte werden mit Gelierzucker gekocht, in saubere Gläser gefüllt und mit einem Deckel verschlossen. Auch Saft und Sirup können mit dieser Methode sehr gut haltbar gemacht werden.

  • Einkochen: Einkochen bedeutet, dass Lebensmittel durch Hitze und den Ausschluss von Luft haltbar gemacht werden. Der Unterschied zur Heißabfüllung liegt – strenggenommen – darin, dass nach dem Abfüllen das Einmachglas nochmals im Wasserbad erhitzt, also eingekocht oder nachsterilisiert wird. Weck-Gläser müssen immer eingekocht werden, denn nur so entsteht der Unterdruck im Glas (siehe auch Das WECK-Prinzip). Häufig werden die Begriffe aber synonym verwendet.

Welche Lebensmittel kann man einkochen?

Fast alle Lebensmittel eignen sich für die Haltbarmachung in Weckgläsern oder Glasflaschen. Besonders gut gelingen Rezepte mit Obst und einem hohen Zuckeranteil, deshalb ist das Einkochen von Marmelade, Gelee und Kompott hervorragend für Einsteiger.

Gemüse ist anfälliger für Verderb, deshalb wird es meist süß-sauer eingelegt. Wem das nicht schmeckt: Auch Salzlake konserviert Gemüse, allerdings sollten die Einmachgläser im Wasserbad eingekocht werden, damit Keime und Sporen keine Chance haben.

Fleisch, Wurst und Pastete stellen die Königsklasse des Einkochens dar. Die richtige Konsistenz und eine gute Haltbarkeit erreicht man dabei meist nur mit einiger Übung. Wer dennoch Fleisch konservieren möchte, sollte sehr gewissenhaft und sorgsam arbeiten.

Muffins, Kuchen, Brot und sogar Kekse kann man ebenfalls einkochen. Das ist besonders praktisch, wenn man Backwaren verschenken möchte. Ganz ohne Kühlung halten sich die süßen Geschenke aus der Küche so einige Monate.

Worauf muss man beim Einkochen achten?

Neben einer sauberen Arbeitsweise und unerlässlichen Küchenhelfern, wie zum Beispiel Trichter oder Siebe, kommt es beim Einkochen vor allem auf das richtige Einmachglas an. Sturzgläser eignen sich für schnittfestes Gelee, Pastete und eingeweckte Kuchen, denn ihr Durchmesser ist oben mindestens so groß wie unten, deshalb rutscht das Eingemachte einfach wieder aus dem Glas heraus. Saucen und Brühe sind in Weithalsflaschen und schmalen Gläsern besser aufgehoben, als in flachen Rundgläsern. Weckgläser mit Gummiring und Glasdeckel sind perfekt zum Einkochen, denn durch den entstehenden Unterdruck bleiben sie fest verschlossen. Damit die Verpackung immer perfekt zum Inhalt passt, finden Sie in unserem Online-Shop Einmachgläser nach Inhalt und Glasflaschen nach Verwendungszweck sortiert.

Ausgerüstet mit den passenden Gläsern oder Flaschen, Zubehör und mit ein bisschen Übung ist Einkochen in der Regel nicht schwer. Gerade wenn bei den ersten Versuchen etwas schief geht, ist der Frust aber meist groß. Unsere Übersicht über die häufigsten Fehlerquellen beim Einkochen kann dabei helfen Pannen beim Einkochen vorzubeugen und den Spaß bei der Sache zu behalten.

Wie lange Eingemachtes haltbar ist, hängt übrigens von vielen Faktoren ab. Mehr dazu finden Sie in unserem Artikel über die Haltbarkeit von Selbstgemachtem.