Orange

Steffi in der Küche

Erfrischend, süß, leicht zu verarbeiten und vielseitig einsetzbar, mit der Orange macht das Kochen einfach Spaß. Der Sirup und der Likör, die ich Euch gerne vorstellen möchte, entstanden als ich ein bisschen rumexperimentiert habe und das Ergebnis war sehr lecker.

Und wie Ihr Orangenzesten am besten haltbar machen könnt, wird auch noch erklärt.

Orangensirup

Zuschauer: Ich habe gelesen, dass jemand die Tonkabohne als Ersatz für die Vanilleschote nimmt. Jetzt gibst Du aber noch Vanillezucker dazu? Ist das dann nicht doppelt gemoppelt?

Steffi: Du hast recht, die Tonkabohne wird gern als Vanilleersatz verwendet. Trotzdem finde ich, dass die Tonkabohne ein sehr eigenes Aroma hat, das gut mit Vanille harmoniert.

Meines Wissens nach werden diese zwei Aromen auch viel kombiniert. In dem Sirup kommt es ganz gut und man schmeckt beides heraus.

Wie kann ich denn Ingwersaft herstellen, wenn ich nicht so ein Gerät habe?

Das mit dem reinen Ingwersaft ist so eine Sache. Leider geht das nur mit einem Slow Juicer oder auch Schnecke genannt, weil der Ingwer richtig gepresst werden muss. Es gibt Hand-Entsafter, die so eine Art Schnecke haben, die sind nicht so teuer und funktionieren für Ingwer ganz gut. Ich habe auch so einen. Wenn man Ingwer mag, lohnt sich die Investition.

Wie lange ist der Sirup haltbar?

Wenn der Sirup heiß abgefüllt ist und nicht wieder aufgemacht wurde, ist er draußen eigentlich fast endlos haltbar. Irgendwann ist die Farbe allerdings nicht mehr schön. Wenn man ihn dunkel lagert, bleibt die Farbe länger erhalten. Wenn der Sirup im Verhältnis 1:1 gekocht wurde, ist er auch nach dem Öffnen draußen haltbar. Nur wenn Du den Zucker reduzierst, muss er nach dem ersten Öffnen in den Kühlschrank.

Kann ich das Weiße von der Orangenschale mitverwenden, damit es bittersüß wird?

Ich habe nie gehört, dass das Weiße nicht gegessen werden sollte. Ganz im Gegenteil, es soll genauso viele Vitamine enthalten, wie alles andere an der Orange. Allerdings sind die Orangenschalen auch ohne viel Weißes bittersüß, nur eher "orangig" und nicht allzu bitter. Wenn Du es noch bitterer magst, kannst Du eine gröbere Reibe verwenden, dann bekommst Du mehr von dem Weißen und so auch mehr Bitterstoffe.

Muss der Sirup zusätzlich eingekocht werden?

Nein. Weil der Zucker ihn haltbar macht. Es hält, wie eine 1:1 gekochte Marmelade. Wenn ich ein größeres Glas offen habe, lagere ich es im Kühlschrank. Müsste theoretisch noch nicht einmal sein und ich entnehme immer nur löffelweise, was ich brauche.

Orangenzesten

Kann man statt weißem Zucker auch braunen Rohrzucker verwenden?

Ja, Du kannst den weißen Zucker einfach mit Rohrohrzucker, braunem Rohrzucker oder selbst Kokosblütenzucker im gleichen Verhältnis ersetzen.

Andere Zuckersorten geben eine noch etwas andere Geschmacksrichtung! Geht übrigens auch mit Zitronen- und Limettenschalen. Bei Letztem wird es mit braunem Rohrzucker geschmacklich sicher sehr interessant! Ich würde das Verhältnis 1:1 nicht reduzieren, weil das die Haltbarkeit beeinträchtigt.

Wofür kann man dies denn alles verwenden? Gibt es auch eine Zitronenvariante und ist es auch fürs Backen geeignet?

Ich verwende es zum Backen und in Soßen. Auch mal in Bratensoße, nur dann etwas püriert. Auch in Marinaden ist es gut. Und man kann es 1:1 ebenso mit Zitronenschalen machen.

Entspricht die Zeste einer halben Orange bzw. Zitrone einem Teelöffel oder eher einem Esslöffel?

Ein gestrichener Esslöffel kommt gut hin. Bei einer Zitrone ist es etwas weniger.

Wie viele Orangen-Schalen werden bei 1:1 Wasser/Zucker benötigt?

Auf 1 Kilo Wasser und 1 Kilo Zucker nimmt man 200 bis 500 g Zitrusschale, es geht auch mit Zitrone und Limette. Dann füllt man die Orangenschale heiß ab, säuert den übrigen Sirup etwas nach und benutzt ihn als Aroma für Soßen oder Getränke.

Da die Schale auch immer noch etwas Saft abgibt, erhöht man die Zuckerkonzentation, damit der Sirup ungefähr bei einer 1:1 Konzentration Zucker und Flüssigkeit bleibt. So garantiert man die Haltbarkeit des Sirups auch nach dem Öffnen. Theoretisch kann man so viel Schale hinzugeben, wie man möchte, solange sie noch in Flüssigkeit schwimmt. Wenn heiß genug abgefüllt wird, ist das Ganze haltbar bis man es öffnet. Wenn das Glas allerdings geöffnet ist, verringert sich die Haltbarkeit, je nachdem, wie viel/wie wenig Zucker enthalten ist.

Kann Zucker für das "Orangenzesten-Haltbarmachen" weggelassen werden?

Man könnte die Zesten in Saft und ohne Zucker einkochen. Allerdings sind sie dann, nach dem ersten Öffnen des Glases, nicht mehr lange haltbar und müssen sofort verbraucht werden.

In diesem Rezept bindet der Zucker die Flüssigkeit und man kann das Glas geöffnet im Kühlschrank länger stehen lassen. Man verwendet davon in der Regel auch nur wenig, so dass der Zuckergehalt der Gesamtzubereitung recht gering bleibt.

Orangen-Thymian-Vinaigrette

Kann man den Zucker auch mit z. B. Agavendicksaft ersetzen und die Menge reduzieren?
Wie lange ist es dann haltbar?

Du könntest es mit Agavendicksaft ersetzen, aber dann ist es nicht mehr länger als ein paar Tage haltbar. Die mindestens 50 % Zucker im Sirup sorgen für die Haltbarkeit und Agavendicksaft hat weniger % Zucker.

Wie lange hält sich die Vinaigrette?

Die Vinaigrette sollte sich so lange halten, wie das Olivenöl nicht ranzig wird. Das Haltbarkeitsdatum des Öls ist ein guter Richtwert, obwohl das Öl meistens weit länger haltbar ist.

Zu welchen Gericht passt die Vinaigrette? Und kannst du bitte noch einmal die Zutaten nennen?

Die Orangen-Thymian-Vinaigrette passt ideal zu jeder Art von Salat und in in einem Glas präsentiert, ist sie auch optisch ein richtiger Hingucker. Und na klar, hier sind die Zutaten:

  • 100 ml Orangensaft (am besten frisch gepresst und gesiebt)
  • 100 ml Weißweinessig
  • 120 g Zucker
  • 1/2 TL Thymian
  • 1/2 TL Salz
  • 200 ml Olivenöl

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