Kirschen

Steffi in der Küche

Sehr einfach, sehr lecker und sehr schnell. Eingewecktes Kirschkompott kennen bestimmt viele noch von Ihren Großeltern und wissen bestimmt noch, wie lecker dieses war. Nun hatte mein lieber Kirschbaum Friedrich noch einige Kirschen für mich übrig und diese habe ich verarbeitet. Dabei habe ich einem Gerät eine neue Chance gegeben und die Kirschen so haltbar gemacht, das diese auch später vielfältig eingesetzt werden können.

Zuschauer: Denkst Du, den Saft bekommt man auch mit Xylit-Zucker oder Honig raus?

Steffi: Das wird leider schwierig, da es Arten von Süßungsmitteln sind, die kaum Flüssigkeit aus den Kirschen ziehen. Wenn Du also Xylit benutzen willst, solltest Du sozusagen natürliches Süßungsmittel, wie z. B. Kokosblütenzucker, hinzufügen. Das gibt den Früchten eher die Möglichkeit, Flüssigkeit abzugeben und dann kannst Du sie im eigenen Saft einkochen.

Wie lange ist es haltbar und ohne es noch einmal einzuwecken? Können die Kirschen auch zu Milchreis oder Grießbrei benutzt werden?

Ja, das ist super für Milch- und Grießbrei! Und Joghurt und Quark! Wenn Du richtig heiß abfüllst, braucht es nicht noch einmal eingeweckt zu werden, nur wenn Du denkst, dass die Temperatur irgendwann beim Abfüllen unter 80 °C gegangen ist. Ansonsten ist das Kompott endlos haltbar bis das Glas geöffnet wird. Dann sollte es im Kühlschrank gelagert werden.

Auf einem anderen Kanal habe ich gesehen, dass jemand am Schluss zu den kochenden Kirschen 1 Teelöffel Butter hineingegeben hat, damit der Schaum verschwindet und man ihn nicht abschöpfen muss.

Das kann man machen, allerdings kenne ich es so, dass man vor dem Kochen einen TL neutrales Öl hinzufügt. Ist nicht jedermanns Sache, kann aber gemacht werden. Nur immer schön darauf achten, dass die Temperatur dabei nicht unter 80 °C geht!

Ich habe mir im Großmarkt einen 3-kg-Beutel tiefgekühlte Sauerkirschen (entsteint) gekauft. Die habe ich angetaut in WECK-Gläser gefüllt und dann eingekocht. War kaum ein Unterschied zu bemerken, nur etwas weicher, aber immer noch 1000 Mal besser als die Gläser aus dem Supermarkt.

Ja, das ist eine gute Sache! Ich habe meine Kirschen aus der Truhe jetzt auch angetaut, entsteint und auf die gleiche Weise eingekocht, Sie sind ein bisschen "zerfranster", aber ansonsten schmeckt es genauso gut. Es ist also gut gelungen.

Ich habe eine Frage zum Thema Einkochen, im WECK-Buch steht auch drin, dass man die Kirschen vorkochen und dann erst einkochen muss. Ich kenne es von meiner Oma anders. Egal welches Obst in die Gläser füllen, Wasser drauf und dann 30 Minuten einkochen.

Ohne Zucker am besten, dann kann man es für alles benutzen, ob für Kuchen oder für Nachtische. Machen wir das jahrelang falsch?

Nein, ich wüsste keinen Grund, warum die Kirschen vorgekocht werden müssten. Es kann sein, dass es in bestimmten Rezepten so gemacht wird, aber es hat keinen technischen Grund. Kirschen reagieren wie jedes andere Obst. Ihr habt es also nicht jahrelang verkehrt gemacht.

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