Pfefferminzlikör selber machen

Mit unseren Gläsern und Flaschen bekommt man immer Berliner Luft nach Hause geliefert – allerdings besteht die zu etwa 80 % aus Stickstoff, 20 % Sauerstoff. Wer die Flaschen mit dem typisch berlinerischen Pfefferminzlikör, auch Pfeffi genannt, füllen möchte, sollte sich das folgende Rezept anschauen. Wir haben nämlich wochenlang an dem perfekten Pfefferminzschnaps getüftelt, der sowohl geschmacklich als auch optisch überzeugt.

Likörbasics

Klarer Likör besteht aus einer Spirituose, Zucker, geschmacksgebenden Komponenten und optional Wasser. Grundsätzlich kann man zwei verschiedene Arten von Likör anhand des Herstellungsverfahrens unterscheiden: Mazerationslikör und Blitzlikör. Ferner gibt es noch Emulsionsliköre, die mit Milch, Sahne oder Schokolade zubereitet werden. Diese Variante lassen wir aber beim Pfeffi außen vor.

Bei der Mazeration werden Früchte, Kräuter und Gewürze für mehrere Wochen in Alkohol und Zucker eingelegt. Zucker, Aromen und Farbstoffe lösen sich allmählich in der Spirituose und geben dem Likör einen runden Geschmack. Diese Art der Likörherstellung ist gewissermaßen die klassische, die mit Zeit, Geduld und ohne Hitzeeinwirkung ein dauerhaft haltbares Ergebnis liefert.

Blitzlikör wird in der Regel mit gekochtem Sirup hergestellt, der mit Wodka, Rum oder Korn vermischt wird. Durch die Hitzeeinwirkung werden die Aromen schneller herausgelöst, so lässt sich bereits in wenigen Stunden ein Likör herstellen. Allerdings neigt der Alkohol im Blitzlikör dazu, sich nach einiger Zeit vom Sirup abzusetzen. Regelmäßiges Schütteln der Flasche schafft hier Abhilfe.

Wie kommt die Pfefferminze in den Likör?

Wer an Pfeffi denkt, denkt an intensives Grün und einen starken Pfefferminzgeschmack, der an Kaugummi oder Zahnpasta erinnern kann. Bei den Produkten aus dem Handel sind in der Regel Farbstoffe im Spiel, der Geschmack wird durch Pfefferminzöl oder -extrakt erreicht.

Wer auf der Suche nach einem schnellen, einfachen Pfeffi-Rezept ist, der sollte folgendes ausprobieren:

  • Sirup aus 2 Teilen Wasser und 1 Teil Zucker kochen

  • mit der gleichen Menge Doppelkorn mischen

  • ein paar Tropfen hochwertiges Minzöl und etwas grüne Lebensmittelfarbe zugeben, fertig

Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen und schmeckt recht intensiv nach Menthol.

Eine Variante, das ganz ohne künstliche Farbstoffe auskommt, ist der Mazerationslikör. Dafür wird eine Handvoll Minze mit 150 g Zucker in ein großes Gefäß gegeben, mit 700 ml Doppelkorn übergossen und mindestens eine Woche an einem dunklen Ort stehen gelassen. Das Gefäß sollte einmal alle 1-2 Tage sanft geschwenkt werden, damit sich alle Zutaten miteinander vermischen und der Zucker gelöst wird. Das filtrierte Ergebnis sieht aus wie Pfefferminztee und schmeckt auch ähnlich. Das in der Minze enthaltene Chlorophyll ist nämlich äußerst empfindlich und wird durch Licht und den Alkohol in ein herbstliches Braun umgewandelt. Trotzdem ist der angesetzte Pfeffi durchaus lecker, aber noch nicht ganz das, was wir von einem hausgemachten Pfefferminzlikör erwarten.

Etwas aufwändiger, dafür richtig minzig und herrlich grün, ist das dritte Rezept für hausgemachten Pfeffi.

Hausgemachter Pfeffi

Unser Favorit unter den Rezepten für Pfefferminzlikör ist dieser schnell gemachte Tropfen aus frischer Minze, Korn und Zuckersirup. Die Farbe ist intensiv grün, der Geschmack krautig frisch. Allerdings gilt auch hier: Ohne Zusatz von Farbstoffen (zum Beispiel Grünalge) wird der Likör nach wenigen Tagen braun. Wenn man ihn im Kühlschrank aufbewahrt, hält die Farbe etwas länger.

Zutaten:

  • 2 Bund Pfefferminze

  • 700 ml Doppelkorn

  • 200 g Zucker

  • 1 Zitrone

  • Eiswasser

So geht's:

  • Minze waschen und 15 Sekunden (nicht länger!) blanchieren

  • die Minze sofort in einer großen Schüssel mit Eiswasser abschrecken, damit die grüne Farbe erhalten bleibt

  • Zucker mit 400 ml Wasser aufkochen, zum Schluss den Saft der Zitrone zugeben und abkühlen lassen

  • die blanchierten, abgeschreckten Minzblätter mit dem Doppelkorn vermischen und mit einem Mixstab oder in einem Blender möglichst fein pürieren

  • die Mischung aus Korn und Minze durch ein Mulltuch oder ein feines Sieb geben und mit dem abgekühlte Sirup vermengen

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