Grundrezept Chutney

Das Schöne an Grundrezepten: Man hält sich an die Basics und kann den Geschmack nach Lust und Laune abwandeln. Ein Grundrezept für Chutney aufzuschreiben, ist allerdings in etwa so leicht wie einen gemeinsamen Nenner für alle Farben des Regenbogens zu finden. Kurzum, die würzige Paste ist so vielfältig und vielseitig, dass man eigentlich kein Basisrezept dafür angeben kann. Eigentlich, denn wir versuchen es zumindest mit einer Annäherung.

Was ist Chutney?

Chutney ist eine typisch indische Sauce, die sowohl zum Frühstück als auch zu Currys und Linsengerichten gereicht wird. Der Geschmack ist süß, aber auch sauer, fruchtig, aber auch frisch. Mal dominieren Kräuter, mal Gewürze. Die Konsistenz kann fein sein, aber auch erkennbare Fruchtstücke sind erlaubt.

Eines der einfachsten Chutney-Rezepte besteht aus gerade einmal drei Zutaten: Chili, Knoblauch und Salz. Das red chuntney ist ein Klassiker der indischen Küche, der zu herzhaften Snacks gereicht wird. Für den ungeübten Gaumen kann dieser exotische Dip allerdings eine Herausforderung darstellen.

In Südindien wird häufig frische Kokosnuss als Grundlage genutzt und das Chutney mit Kräutern kalt zubereitet. Die Süße erhält Chutney traditionell durch Tamarinde, die Indische Dattel.

Hierzulande kommt meist eingekochtes Chutney auf den Tisch, das durch einen hohen Anteil an Zucker und Säure sehr gut haltbar ist. Diese europäische Variante des Chutneys erinnert an Marmelade, wobei die Grenzen mehr oder weniger fließend sind. Der Hauptunterschied ist die meist säuerliche Note von Chutney oder die Verwendung pikanter Zutaten, allen voran Öl und Zwiebel.

Was muss rein ins Chutney?

Man kann mehr oder weniger genau zwei Arten von Chutneys unterscheiden: Frische und gekochte. Frische Chutneys basieren auf Kokos oder Kräutern und werden kurz vor dem Verzehr zubereitet. Gekochte Chutneys werden meist mit Tamarinde zubereitet und sind dadurch süß-säuerlich. Und obwohl die Saucen auch zum Frühstück gereicht werden, darf Chili in so gut wie keinem Rezept fehlen.

Wer Chutney im Glas haltbar machen möchte, sollte Rezepte mit süß-saurer Note verwenden, die eingekocht werden können. Ab einem Zuckergehalt von mehr als 50% sind fruchtige Chutneys im vakuumierten Einmachglas viele Monate haltbar. Die Zubereitung ist einfach: Zwiebeln werden gedünstet, Fruchtstücke zugegeben und mit Zitronensaft, Essig oder Wein abgelöscht. Zucker und Gewürze mit in den Topf geben und köcheln lassen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

Grundsätzlich kann man sich an der Faustregel Frucht > Süße > Säure orientieren. Zwiebel und Chili sorgen zusätzlich für eine herzhafte Note, Kräuter und Gewürze wie Ingwer, Asant oder Zimt geben Chutneys den letzten Schliff.

Anfangen kann man mit fruchtigen Variationen, die auf Kürbis, Mango, Pflaume oder Birne basieren. Der Phantasie sind kaum Grenzen gesetzt. Und wer sich doch lieber an ein Rezept hält, kann die folgenden Chutneys als Inspiration für individuelle Kreationen heranziehen.

Paprika-Aprikosen-Chutney

Paprika-Aprikosen-Chutney

Sommerlicher Genuss für Grillabende: Dieses fruchtige Chutney wird mit Thymian verfeinert und harmoniert hervorragend mit hellem Fleisch und Grillgemüse.

Pflaumenchutney

Pflaumenchutney

Ingwer und Zimt verleihen dem Pflaumenchutney einen pfiffigen Geschmack, der in der Kombination mit Käse und Wild hervorragend zur Geltung kommt.

Koriander-Kokos-Chutney

Korianderchutney

Chutney ohne Kochen, dafür mit ganz viel frischem Geschmack: Koriander, Kokos und Cumin sorgen bei diesem indischen Chutney für authentisches Aroma.

Apfel-Zwiebel-Chutney

Apfelchutney

Die süß-säuerliche Note von frischen Äpfeln ist eine perfekte Basis für dieses Chutney. Die Zwiebel ist der perfekte Begleiter, der für einen runden Geschmack sorgt.