Einkochen für Anfänger

Wer einkocht, macht Lebensmittel im Einmachglas haltbar. Was früher eine Notwendigkeit war, ist heute wieder ein großer Trend. Frisches Obst und Gemüse selbst zu verarbeiten und für den Vorratsschrank haltbar zu machen, bereitet in erster Linie große Freude. Dafür gibt es mehrere gute Gründe, einige davon kann man in unseren Beiträgen Warum Selbstgemachtes besser schmeckt nachlesen. Beispielsweise die wissenschaftlich belegte Tatsache, dass sich Zeit, Aufwand und Mühe, die man in hausgemachte Marmelade und Co. gesteckt hat, positiv auf den Geschmack auswirken.

Frühstücksaufstriche, Kompott und Likör selbst zu machen, lohnt sich in jedem Fall. Und es ist gar nicht so schwer, wie man anfangs vielleicht denkt.

Einfach anfangen

Übung macht den Meister, das ist bei jedem Handwerk so, auch beim Einkochen. Die Handgriffe müssen sitzen, die Gläser sauber abgefüllt und zügig verschlossen werden, sonst kann schon mal was schief gehen. Bevor man die ersten Versuche startet, sollte man die häufigsten Fehlerquellen beim Einkochen kennen, dann kann man sie auch vermeiden.

Besonders gut für den Start der Einkochkarriere eignen sich Rezepte, bei denen man heiß abfüllen und nicht zusätzlich im Wasserbad einkochen muss. Für den Anfang bieten sich deshalb einfache Marmeladenrezepte an, die fast immer gelingen. Erdbeere mit Rhabarber ist beispielsweise so ein Klassiker, der lecker schmeckt und einfach zubereitet werden kann. Auch Sirup ist ein tolles Einsteigerprodukt, das zudem vielfältig variiert werden kann. So erzielt man schnell sichtbare Erfolge und bekommt ein Gefühl für Kochzeiten, Temperaturen und die richtige Abfüllung.

Grundausstattung

Gläser, Flaschen, hochwertige Verschlüsse, das ist die absolute Grundausstattung, wenn es ans Eingemachte gehen soll. Einmachgläser unterscheiden sich im Verschluss, in der Form und in der Größe. Mit welcher Verschlussart man am besten klar kommt, muss man ausprobieren, die Form hängt vom Inhalt ab und die Füllmenge hängt vom persönlichen Appetit ab.

Neben Gläsern zum Abfüllen benötigt man auch noch ein paar praktische Einkochhelfer. Für den Anfang reichen zwei gute Trichter, einer für schmale Flaschenhälse und einer mit breiterer Öffnung für Marmelade und Kompott.

Vakuum erkennen

Der Inhalt von Einmachgläsern ist dann lange haltbar, wenn ein Vakuum im Glas entsteht. Dadurch können keine Bakterien ins Glas gelangen und den Inhalt verderben. Bei Twist-Off-Gläsern erkennt man das Vakuum an einem nach unten gewölbten Deckel. Es gibt auch Verschlüsse mit Button, das ist eine Wölbung in der Mitte, die das Vakuum noch deutlicher sichtbar macht.

Bei Weckgläsern und Einmachgläsern mit Bügelverschluss ist das Vakuum noch leichter zu erkennen: Wenn der Verschluss mit dem Gummiring ohne Klammern oder mit geöffnetem Bügel fest auf dem Glas sitzt, herrscht im Glas ein Unterdruck.

In jedem Fall hört man beim ersten Öffnen, dass Luft in das Glas strömt. Das kann ein leises Zischen sein oder ein lautes „Ploppen“. So weiß man, dass das Glas einwandfrei verschlossen war und sich keine Mikroorganismen im Inneren ausgebreitet haben.

Vorräte richtig lagern

Ungeöffnete Einmachgläser müssen nicht gekühlt werden, denn sie halten sich problemlos bei normalen Zimmertemperaturen. Und auf keinen Fall sollte man Eingekochtes zusätzlich einfrieren.

Direktes Sonnenlicht und Temperaturschwankungen können zum physikalischen Verderb führen. Die Vorräte werden dadurch zwar in aller Regel nicht ungenießbar, aber Farbe und Konsistenz leiden merklich. Optimal sind Vorratsgläser im Keller aufgehoben, dort ist es nämlich nicht zu hell und die Temperaturen sind stabil. Eine gute Alternative ist ein Küchenschrank, der vor starkem Lichteinfall schützt.

Was gerade anfangs gern vergessen wird: die Beschriftung. Auf jedem Einmachglas und jeder Abfüllflasche sollte man ein Etikett anbringen, auf dem Inhalt und Abfülldatum vermerkt werden, sonst verliert man schnell den Überblick.

Wie es weiter geht

Die ersten Versuche waren erfolgreich? Sehr gut, dann kann es vielfältig weiter gehen! Wie wäre die Anschaffung eines Einkochtopfs? Das lohnt sich vor allem dann, wenn man größere Mengen abfüllen möchte. Ein Dampfentsafter ist etwas für Fruchtgelee-Liebhaber und mit einem Slow Juicer kann man intensiv schmeckenden Ingwersirup herstellen. Naschkatzen sollten sich unbedingt Sturzgläser zulegen und darin Kuchen und Kekse einkochen.

Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt, also ran an den Einkochtopf und lecker selber machen!

Einkochlektüre für Einsteiger und Fortgeschrittene:

Marmelade & Eingemachtes (Buch)
8,99 EUR
 
inkl. 7 % MwSt. zzgl. Versandkosten
Marmelade selbst gemacht (Buch)
12,99 EUR
 
inkl. 7 % MwSt. zzgl. Versandkosten
Vorrat halten (Buch)
24,90 EUR
 
inkl. 7 % MwSt. zzgl. Versandkosten
WECK-Einkochbuch
9,80 EUR
 
inkl. 7 % MwSt. zzgl. Versandkosten
WECK-Einkochbuch (englisch)
9,80 EUR
 
inkl. 7 % MwSt. zzgl. Versandkosten